ICT Austria Branchenforum 2026
Den Höhepunkt unseres Veranstaltungsjahres bildete auch 2026 das ICT Austria Branchenforum, das am 17. September in der Wolke21 in Wien stattfand. Hoch über den Dächern der Stadt kamen Vertreter aus Wirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Politik zusammen, um unter dem Leitgedanken der digitalen Souveränität zentrale Fragen zur technologischen Zukunft Österreichs und Europas zu diskutieren.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Expertise unserer Mitglieder und Partner. Christoph Kofler (Gepardec IT Services), Reinhard Mayer (meshmakers) und Claudia Nitschke (IT SOLUTIONS & webspider) gaben einen praxisnahen Einblick in NIS2 & DORA Readiness. Dr. Fabian Knirsch (sproof) widmete sich digitaler Souveränität und der EUDI-Wallet, während Mag. Ursula Eysin, Bakk., MAS (RED SWAN) mit „Künstliche Intelligenz – Wem gehört die Zukunft?“ eine der zentralen technologischen Fragen unserer Zeit aufgriff.
Mit Florian Brunner (42 Vienna) rückten Ausbildung, zukünftige Jobanforderungen und der Bedarf an neuen Ausbildungsmodellen in den Mittelpunkt. Marc Nimmerrichter (Certitude Consulting) beleuchtete das Zusammenspiel von Cybersecurity, AI und digitaler Souveränität, bevor Georg Gesek (Novarion Systems) mit seinem Vortrag über Agentic AI den Bogen zwischen technologischer Abhängigkeit und europäischer Wettbewerbsfähigkeit spannte. Ergänzt wurde das Nachmittagsprogramm durch unser Mitglieder-Spotlight mit Avenum – EDI Service & E-Invoicing Partners, Certitude Consulting und Huemer Group.
Am Abend stand die Frage „Die Zukunft Europas im digitalen Zeitalter“ im Mittelpunkt. Mit Staatssekretärin MMag. Barbara Eibinger-Miedl (Bundesministerium für Finanzen), Gerhard Kürner (506.ai), MMag. Oliver Stauber (Bitget EU), Mag. Martin Schiefer (Schiefer Rechtsanwälte) und Alexander Windbichler (Anexia Group) trafen unterschiedliche Perspektiven aus Politik, Künstlicher Intelligenz, digitalen Assets, Recht und Cloud-Infrastruktur aufeinander. Die Diskussion zeigte, wie eng technologische Eigenständigkeit, Regulierung, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbunden sind.
Einen besonderen Höhepunkt bildete die Keynote von Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger (Medizinische Universität Wien) zum Thema „Die Mensch-KI-Symbiose – was braucht es?“. Dabei rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie menschliche Fähigkeiten und Künstliche Intelligenz künftig zusammenspielen können und welche Kompetenzen wir brauchen, um technologischen Wandel aktiv zu gestalten.
Durch das Abendprogramm führte Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, der mit seiner langjährigen Erfahrung aus Wissenschaft, Medizin und öffentlichem Diskurs die unterschiedlichen Perspektiven zusammenführte.
Das ICT Austria Branchenforum 2026 hat erneut gezeigt, welchen Wert der offene Austausch zwischen Technologie, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hat. Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Technologie – sie braucht Kompetenzen, leistungsfähige Unternehmen, geeignete Rahmenbedingungen und den gemeinsamen Willen, Europas digitale Zukunft aktiv zu gestalten.
Vielen Dank an alle Speaker, Mitglieder, Partner und Gäste, die das ICT Austria Branchenforum 2026 zu einem besonderen Treffpunkt unserer Tech-Community gemacht haben.